Nella Beljan

Buchstaben sind Freunde

Respect

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A London-based Islamist was interviewed by a Lebanese TV-Host. As he was not focused she asked him to stick to the topic – to be cut off by a lady, even for the right reasons, outraged the man, that he told Rima Karaki to shut up and started insulting her. Mrs. Rima knew how to handle the situation. After trying to get her guest back on track, he continued bullying her – so she kicked him out of the video broadcasting, raised one of her hands and sharply stated: “Either there is mutual respect, or the conversation is over.”

See the whole footage here, via SPON. Artwork by Claire Burke via Drooel.

Charles Sammons

Take a minute and listen to the Cello Player who is currently at U-Bahnhof Schönleinstraße: Charles Sammons kept us yesterday with his virtuosity and most wonderful compositions. His Cello and a Looping Equipment will make you forget about everything around.

Jeder sollte sich die Zeit nehmen, um ein paar Minuten am U-Bahnhof Schönleinstraße zu verweilen: Charles Sammons entlockt dort seinem Cello die wundervollste Musik, ein Looping Tool ist stets mit im Einsatz.

Oben eine Aufnahme eines anderen seiner favorisierten Standorte am Kottbusser Tor. Der Musiker, ein ausgebildeter Komponist, spielt übrigens mit gültiger Konzession. Mehr auf seiner Website Charles Sammons.

Arthur Hent

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Arthur Hent: 2012 III Self-Portrait

Thank you, Spring!

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Olafur Arnalds: Near Light (Living Room Sessions)

Einer meiner Lieblingsmusiker, der Isländer Olafur Arnalds. Über eine Woche lang komponierte und veröffentlichte er im Oktober 2011 jeden Tag einen Song in seinem Wohnzimmer. In seinem Apartment in Reykjavik stellte er das Ganze seinen Freunden vor, nahm das Ganze auf, um anschließend alles online zu stellen – gratis, zum Streamen und als mp3: die Living Room Sessions. Arnalds Konzerte sind sensationell. Kein Wunder, dass sie in Berlin sofort ausverkauft sind.

Lourdes Sanchez

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Artwork by Lourdes Sanchez

Der Stille Sonntag *132: Joni Mitchell

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Joni Mitchell: A Case of You

Supertalented & superbeautiful Joni singing. Love James Blakes version, too.

Artwork by Alberto Viani via Pinterest

Chet Faker: I’m into You

Always Patti

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“The thing that bothered me the most was when I had to return to the public eye in ’95 or ’96 when my husband died. We lived a very simple lifestyle in a more reclusive way in which he was king of our domain. I don’t drive, I didn’t have much of an income, and without him, I had to find a way of making a living. Besides working in a bookstore, the only thing I knew how to do was to make records – or to write poetry, which isn’t going to help put your kids through school. But when I started doing interviews, people kept saying ‘Well, you didn’t do anything in the 80s,’ and I just want to get Elvis Presley’s gun out and shoot the television out of their soul. How could you say that? The conceit of people, to think that if they’re not reading about you in a newspaper or magazine, then you’re not doing anything … It makes me understand why some human beings question their worth if they’re not making a huge amount of money or aren’t famous, and that’s not right.”

(Pic by via Pinterest, Snippet via Shoko Wanger from Alan Light’s interview with Patti Smith on Medium)

CH 33 by Hans J. Wegner

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 Churches: Gun (live)

Chair re-issued by Carl Hansen

Der Stille Sonntag *131

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Sexton Blake: Making Love Out of Nothing At All

Artwork by Vasarely

It’s a Feeling, a Heartbeat

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You should be dancing, Supercut

“What does it feeling, when you’re dancing?” – “Don’t know. Sorta feels good. Sorta stiff and that, but once I get going … then I like, forget everything. And … sorta disappear. Sorta disappear. Like I feel a change in my whole body. And I’ve got this fire in my body. I’m just there. Flyin’ like a bird. Like electricity. Yeah, like electricity.” (Billy Elliot)

 

Stevie & Lori Nicks: Nightbirds

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Stevie Nicks & Lori Nicks: Nightbirds (live)

Die Sängerin von Fleetwood Mac in einem Duett mit ihrer Schwester. Weil die so verbunden wirken, muss ich immer an meine denken.

Obschon Lori Nicks, die Schwester der berühmten Stevie Nicks, bereits von Kindesbeinen an in unterschiedlichen Chören sang, hatte sie eine Karriere als Sängerin, von der sie immer schon träumte, für sich ausgeschlossen. Zunächst pflegte sie die kranke Mutter, später ging sie aufs College, um einen “sicheren” Beruf zu erlernen.

“Aber wenn ich schon nicht auf der Bühne stehen konnte, wollte ich doch hinter den Kulissen für die Musiker arbeiten”, erklärte Lori später in einem Interview. So lernte sie auch ihren Mann, einen Producer, kennen, der sie eines Tages für Vocals einspann. Als Stevie, bereits auf dem Zenit ihres Erfolgs, davon hörte, konnte sie ihre schüchterne Schwester davon überzeugen, auch für sie einige Background Vocals bei Fleetwood Mac zu machen.

Kaum waren die Aufnahmen im Kasten, erzählte die begeisterte Stevie ihrer Schwester, dass sie  sich von jeher gewünscht habe, zusammen mit ihr zu singen. Fortan taucht auf allen Soloalben von Stevie auch ihre Schwester auf. Der gemeinsame Auftritt für Nightbird, oben verlinkt, sei für Lori einer der kostbarsten Momente ihrer späten, kleinen Karriere gewesen. Kann man verstehen. Super Song. Super Auftritt.

(Artwork by Jan Schoonhoven via Pinterest)

Der Stille Sonntag *130

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London Grammar: Wrecking Ball (live)

Miley Cyrus Cover. Schöner als das Original. Weil: superschön!

(Artwork by Mischa Björkroos | paper)

Der Stille Sonntag *129

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Nils Frahm: Wintermusik

Das ganze Album Wintermusik von 2009 des Berliner Komponisten und Produzenten Nils Frahm.

“Selbst die traurigste Passage kann mich glücklich machen, wenn ich realisiere, dass ich gerade etwas Schönes geschaffen habe.” (NF)

Ein gutes Gespräch mit Nils Frahm hat die Interview aufgezeichnet. Hier.

Artworky by Marco Tirelli

Davide Groppi

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Edi Suspension Lamp by Davide Groppi. Shop online here.

Meryl Streep

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“If you have a brain, you are obliged to use it.”

(Pic via Styleindicator, Quote via Interviewmag@Insta)

M29 – Berlins Buslinie der großen Unterschiede

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Mit den Bussen Berlins kann man sich einen guten Überblick über die Stadt verschaffen. Dabei bedient die M29 sehr unterschiedliche Gegenden. Ein ziemlich cleveres Video mit Info-Material zu politischen und sozialen Milieus der Busroute hat die Berliner Morgenpost erstellt. Die Videotour selbst, untermauert von den Statistiken darunter, “zeigen die Gegensätze – Haltestelle für Haltestelle.”

Damit illustriert das Projekt der Berliner Morgenpost im Zusammenspiel von Video und Graphik eindrücklich: Ganz am Anfang der Route im Grunewald steigen die begüterten Opas ein, am Ende die Familien an der Armutsgrenze, die mit der Hälfte des Einkommens (pro Haushalt wohlgemerkt, und nicht pro Kopf!) auskommen müssen.

Im Grunewald beträgt das durchschnittliche Einkommen pro Haushalt nämlich 4124,- Euro, an den letzten Haltestellen um die Pflüger Str. in Neukölln 2660,- Euro. Während im Grunewald das Einkommen auf zu einem Drittel auf Rentnerhaushalte berechnet wird, setzten sich in Kreuzberg und Neukölln die Haushalte aus Familien mit mehreren Kindern zusammen. Denn um den Moritzplatz zum Beispiel ist jeder fünfte Anwohner unter 18 Jahren, während im Westen jeder dritte Anwohner zu den Senioren zählt. Die Kaufkraft sinkt im Verlauf der Haltestellen dementsprechend um ein trauriges stolzes Drittel.

Wie man Stadtsoziologie und Konsorten begreifbar macht. Danke für dieses super Projekt, Berliner Morgenpost!

(via Dennis und Meggi)

On Top of the Mountain

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Robyn: Hyperballad

Pic via Silver Blonde

Josef Albers

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Josef Albers – Shrine, from Graphic Tectonics series, 1942

 Pic via Metmuseum, Artist via Ryan Willms

Charlie Hebdo

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“Komik ist zu allererst ein Mittel, dem Ernst des Lebens, der die meisten von uns bedrückt, selbst wenn nicht gerade Raketenwerfer in Redaktionsräumen abgefeuert werden, etwas entgegenzusetzen, im besten Falle seiner Herr zu werden. Und je ernster die Lage, desto wichtiger der Humor. Komik schafft Distanz zu bedrückenden Ereignissen, sie erlaubt, uneigentlich über eigentlich Unerträgliches zu sprechen – und so den Schrecken zu bekämpfen. Sehr viele Komikunkundige, ob Islamisten, Rassisten oder deutsche Durchschnittsjournalisten, begehen meist den Fehler, einen Witz auf einen unkomischen, ernsten (und zumeist noch auf einem Mißverständnis beruhenden) Aussagekern herunterbrechen zu wollen. Die einen, weil sie den Witz auslöschen wollen; die anderen, weil sie glauben, Satire und Komik zu ernsten Themen sei nur angebracht, wenn sie „wertvoll“, „geistreich“ oder was auch immer ist.

Es ist natürlich schöner, wenn Komik auch noch eine kluge Botschaft transportiert, aber sie ist auch ohne sehr viel wert. Das müßten die meisten Menschen eigentlich wissen, denn sie praktizieren es privat. (…)

Und das dürfte der Grund sein, weswegen Fanatiker, speziell religiöse, Komik verachten. Sie vertreten eine todernste, einzige ewige Wahrheit, und der Witz – egal wie klug oder lustig er im Einzelfalle sein mag – bedroht diese Wahrheit. Religion (und so manch andere Weltanschauung) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität, Satire und Komik Rationalität im Kleide des Wahnsinns. Das eine muß das andere mißverstehen. Deshalb werden Vertreter des heiligen Ernstes der Komik stets mit Zorn begegnen. Und es ist ihr gutes Recht. Solange sie dies mit denselben Waffen wie Satiriker tun: mit Wort und Bild. Und nicht mit Maschinenpistolen.

Seit gestern gilt mehr denn je: Es lebe der Witz. Der kluge. Der platte. Jeder, der genügend Menschen findet, die über ihn lachen. Und für alle, die ihn nicht mögen, sollte mehr denn je gelten: Ertragt ihn oder ignoriert ihn. Ihr werdet der Komik nicht Herr!”

von: Tim Wolff, Chefredakteur Titanic, Es lebe der Witz! Zuerst erschienen auf n-TV. Karikatur von David Pope.