Nella Beljan

Buchstaben sind Freunde

Fair enough

3031be23d9af91a2c7cfab3a163c9894

“Never work for Assholes. Never work with Assholes.” (Erik Spiekermann, read the portrait on the typography and design icon I worked on here)

Artwork by Cecil Touchon

Alexander Calder

alexandercalder

Often seen on pics from Peggy Guggenheim’s home, but never noticed how incredibly beautiful Alexander Calders artwork is. He is known as the originator of the mobile.

(Pic via Pinterest)

Iceland

robbielawrence

Sufjan Stevens: The Only Thing

Shot by Robbie Lawrence

(Music via our beloved boys from Lux)

 

False Conclusions

inez_vinoodh_liv_joaquin

 James Blake: The Wilhelm Scream

Liv Tyler and Joaquin Phoenix shot 1997 by Inez and Vinoodh for Interview

Johnny Cash’s To-Dos

6140023418_0d815772f0_o

Happy Tuesday!

 

Der Stille Sonntag *135

Sui-He-Fräulein-Magazin-003

Wendy Rene: After Laughter Comes Tears

Sui He für Fräulein Magazin, pic by Heiko Richard

 

Right

_DSC6368-kopieren

 

Black Keys: Dearest

Pic by Carina Adam

Sophie Buhai

EVERYTHING_FIRST_IMAGE

Bildschirmfoto 2015-03-27 um 12.55.18

Bildschirmfoto 2015-03-27 um 13.06.37

INTERIORS_HEADER

KAYTEN_INTERIOR_2_1024x1024

Los Angeles based Sophie Buhai, a sophisticated Designer working across disciplines, just recently launched her jewelry collection. Apart from her beautiful rings, necklaces, brooches and handcuffs she sells other stunning pieces of artisan craftsmanship in her brand new webshop and shows us some of her stunning interior styling. Could not resist to post plenty of pics. Follow Sophie on her journey of fashion and design in her carefully curated store or on Instagram.

(Pics by Sophie Buhai)

Gluten Free Museum

tumblr_nlenum28ve1unnd3po1_1280

What does a dieting world look like? Gluten Free Museum knows the answer.

(via Meggi)

Dušan

Bildschirmfoto 2015-03-26 um 16.49.19

«Meine Kleidung ist nicht laut, sie ist super-unaufdringlich. Alles ist sehr leise. Wie von Schnee bedeckt», beschreibt  Dušan Paunović sein Label, das Mode für Frauen macht. Wie von Schnee bedeckt nennen die Japaner auch einen speziellen Farbton eines Stoffes, der für Kimonos benutzt wird. Um diesen für einen am klassischen Männerschneiderhandwerk orientierten Blazer zu bekommen, reiste der Designer eigens nach Kyoto. Hochwertige Materialien  benutzt Dušan Paunović, etwa viel Seide und Cashmere. Er setzt auf die Liebe seiner Kundinnen zu unaufgeregter Mode fernab vom Mainstream, mit klaren, puristischen Linien. Der Look von Dušan, dem Label, ist tatsächlich leise, die Hosen weit, die Kleider reduziert, aber zum Beispiel mit feinen Pleats, deren minimalistische Eleganz umwerfend ist. Jahrelang in Mailand von wenigen Eingeweihten verehrt, fühlt sich der serbische Designer, der schon viele Jahre in Italien lebt, sehr wohl mit seiner Position – im besten Sinne – ‘an der Peripherie’ des Modebetriebs.

“Nothing is loud, everything is super understated. Everything is super quiet. Under the snow.” Thus Dušan Paunović describes his label, which makes fashion for women. Under the snow is also what the Japanese call the specially colored silk used for kimonos. To acquire this fabric for a classic, menswear-style blazer, he himself traveled to Kyoto. Dušan Paunović only utilizes high-end materials, such as silk and cashmere. He fulfills his clients’ love for subtle, avant-garde fashion with clean, puristic lines. The look of Dušan, the label, is truly restrained. The pants are wide, the dresses curt, with fine minimalist pleats of stunning elegance.  The Serbian designer has lived in Italy for many years, where he has been worshipped by Milan’s fashion insiders. He feels very comfortable in his place at the periphery – in the best sense – of the fashion industry.

(Find my text about Dušan and many of my other fashion features on Set & Sekt; Pic via Vogue.it)

Always

03545b196a0e6d83c063975de0776fd3

Andrew Bird: You woke me up

But

rad

Sam Cooke: Bring it on home to me

Discovered late Sam Cooke for myself. The soul singer and producer was shot down under mysterious circumstances and died far too young at the age of 33. But left his songs to us. Watch one of his rare life footages and let take you by the charm of this guy and his incredible voice and sense for music. What a wonderful man! A new biopic about this legend is soon to be released.

Genuine

9e17b173fa6a915fb0d787ad36112d29

Jens Lekman: A Pocketful of Money

Of course we all were a little bit in love with architect Julius Kranefuss who was interviewed by my great colleague Alicia Reuter for Freunde von Freunden, with pics by lovely Carina Adam. See his amazing apartment and studio, but better read his wise words and about his approach to life and work in his interview. Chapeau!

Der Stille Sonntag *134

0d930b61818c133a7bcf1137f5de1a14

Young Fathers: I heard

Had the great pleasure to study here for a while: at the Literaturmuseum der Moderne in Marbach (Museum of Modern Literature located on a rock plateau in Marbach am Neckar, built by architect David Chipperfield).

Watchers of the Sky

“If you act in the name of conscience, you are stronger than any government in the world.” Raphael Lemkin, Lawyer.

Yes

795e6bc4151e5d21c195aa4edfae7cfe

Pic via Pinterest

Tillmann Prüfer: Schönheit. Was uns gefällt

Bei den Modenschauen in Paris sieht man meistens denselben Typ Frau auf dem Laufsteg. Sie ist sehr schlank, sehr groß und sehr jung. Selten geschieht es, dass diese gleichförmige Prozession unterbrochen wird. So geschehen bei der Show des Designers Rick Owens vor einem Jahr. Dort traten statt der üblichen Modeschaustellerinnen Ausdruckstänzerinnen mit wütenden Gesichtern und kräftigen Körpern auf. Sie stampften auf den Boden, sie wirbelten über den Laufsteg – und machten unglaublich Eindruck. Nicht die Mode stand im Vordergrund, nicht die Inszenierung, es waren diese wütenden Frauen. Damit hatte Rick Owens den Code gebrochen. Und präsentierte, was Schönheit auch bedeuten kann. Bei den jüngsten Männerschauen legte Owens gleich nach und zeigte nicht nur Kleidung, sondern auch die von dieser normalerweise verborgenen Penisse der Models.

Jede Zeit hat ihre Schönheitsideale. Und diese haben viel damit zu tun, was einer Gesellschaft gerade wichtig ist. Als in der Nachkriegszeit der Luxus der Fernreise aufkam, wollten die Leute plötzlich braun sein. Heute, wo wir Angst vor Hautkrebs haben, kommen uns gebräunte Menschen einfach nur stark gealtert vor, die helle, unbeschädigte, makellose Haut ist das neue Ideal. In Schwellenländern ziehen sich die Einwohner Nylonstrümpfe über die Arme, damit ihre Haut heller wirkt. Denn Hellhäutigkeit lässt auf Menschen schließen, die in geschlossenen Räumen arbeiten – und ein Bürojob bedeutet Wohlstand.

Wir kommunizieren ständig durch unser Äußeres, wie zeigen anderen ein Bild von uns. So wollen wir die Gesellschaft auch davon überzeugen, dass wir dazugehören.

Einen schönen Menschen erkennt jeder. Es gibt einen Konsens darüber, was schön ist. Oder andersherum: Schön ist, worauf sich die Mehrheit einigen kann. Schönheit ist deshalb oft nicht das Ungewöhnliche, sondern das Durchschnittlichste. Schön zu sein bedeutet, von der Gesellschaft angenommen zu werden. Und deswegen ist es natürlich, nach Schönheit zu streben. Aber man ist sich immer der Gefahr bewusst, dass diese Anerkennung vergänglich ist. Dass die Zuneigung, die einem zuteilwird, vor allem davon abhängt, wie lange der Körper noch attraktiv ist. Deshalb sind die Schönen immer auch tragische Figuren. In Märchen müssen die schönen Mädchen leiden, bevor sie zur Prinzessin werden. In der griechischen Mythologie sind die Schönen immer die, die vorzeitig sterben. Das Schöne kommt zusammen mit der Vergänglichkeit daher. Wo wir Schönheit sehen, sehen wir immer auch ihr Vergehen. Man kann zur Schönheit deshalb kein entspanntes Verhältnis haben.

Mode ist dazu da, die Schönheit zu erforschen und Schönheitsvorstellungen anzubieten. Das Schönheitsideal unserer Zeit zeigt sich allerdings weniger in den Kleidern als im Körperideal. Als schöne Körper gelten heute jene, an denen das Leben noch keine Spuren hinterlassen hat, womöglich noch nicht einmal charakterliche. Es ist ein Ideal, das man schwerlich kaufen kann, man muss es sich erarbeiten. Die Kundinnen, die das Geld haben, teure Kleider zu erwerben, sind oft genug mehr als doppelt so alt wie die Models, die die Kleider vorführen. Sie können nicht so werden wie sie. Das macht das Jugendideal unserer Zeit zu einer unbarmherzigen, manchmal sogar antihumanen Vorstellung vom Menschen. Denn von der Jugend entfernt man sich zwangsläufig, einfach indem man Mensch ist.

Das hat verheerende Folgen für unsere Vorstellungen vom Schönsein. Das Ideal der Schönheit ist heute Selbstkontrolle und Beherrschung. Wir lassen uns nicht gehen, sondern halten uns an die Paläo-Diät. Wir trinken keinen Alkohol, wir machen keinen Punkrock, sondern Pilates. Wir verhindern alles, was den Verfall beschleunigen könnte. Und wenn wir dabei sind, die Kontrolle über den Körper zu verlieren, greifen wir zum Äußersten und verletzen uns selbst, indem wir uns einer Operation unterziehen. In dieser Kombination von Kasteiung und Kontrolle ist unsere moderne Schönheitsvorstellung fast religiös.

Ein idealisierter Körper ist immer ein geformter Körper. Stets ist er in irgendeiner Hinsicht verändert. Ob man sich nun die Lippen blutrot schminkt, sich in ein Korsett zwingt oder hochhackige Schuhe trägt. Aber etwas ist anders als früher: Man bediente sich einst der Kleidung, um den Körper zu formen. Man konnte diese Formen wieder loswerden. Wenn man die Kleider ablegte, war man wieder man selbst.

Heute glauben wir, der Gesellschaft keine Uniform mehr schuldig zu sein, aber einen bestimmten Lebensstil. Nur wer Sport macht, sich gesund ernährt, viel Wasser trinkt und genügend schläft, wird mit einem schönen Körper belohnt. Man muss ihn pflegen, stärken und allerlei Symbolhandlungen an ihm vollführen, wie eine bestimmte Diät oder ein Detox-Programm. Ansonsten sündigt man an seinem eigenen Körper, wie man es im Mittelalter tat, wenn man Freitag Fleisch aß. So ersetzt die Körperpflege die Religion. Nie war es anstrengender, schön zu sein, als heute.

Dabei kann Schönheit viele Gesichter haben. Menschen, die lieben, können das leicht feststellen. Man sieht im anderen den schönsten Menschen der Welt, obgleich er vielleicht gar nicht dem Schönheitsideal entspricht, das wir von Magazincovern kennen. Und man bildet sich diese Schönheit nicht nur ein: Die Bezauberung, die man empfindet, wenn man in die Augen seines Partners blickt, ist genauso real wie das, was Eltern sehen, wenn sie ihren Kindern beim Spielen zuschauen. Diese Schönheit, die man nur selbst wahrnimmt, ist eine intime.

Sie ist vergleichbar mit der Schönheit, auf die ein Designer wie Rick Owens verweist, wenn er stämmige, energiegeladene Frauen seine Kleider vorführen lässt. Indem man diese Frauen betrachtet, sich mit ihnen beschäftigt und sich zwingt, sie wirklich zu sehen, entdeckt man ihre Schönheit – jene ganz eigene Schönheit, derer man erst gewahr wird, wenn man die Einzigartigkeit einer Person erkennt.

Es existieren viele Spielarten der Schönheit, an denen wir gewöhnlich vorbeischauen. Es gibt so viele schöne Menschen, die einem wichtig sind. Wer schön sein will, sollte den Yoga-Kurs streichen, sich mit jemandem treffen, den er mag, und etwas erzählen, was für den anderen von Bedeutung ist. Oder in den Spiegel schauen. Lange.

Reblog by Tillmann Prüfer: Schönheit. Was uns gefällt. Zeit Magazin Nr. 7 (2015). Online hier.

The Wednesday Dance

Adorable Wednesday Addams teaches us how to move!

Brâncuși

2ca602869498b82048752d06d50b1081

Tindersticks: Until the Morning Comes

 

Der Stille Sonntag *133

8d250dbbbe1d00ec032d8c4fc6d39eff

 FKA Twigs: Water me