Nella Beljan

Buchstaben sind Freunde

Friday

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Corinna Repp: The Beast Lives in The Same Place

Full Album Stream It’s only the Future here

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Portrait: Alexander Khuon x Fvf x Zeit

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Schauspieler Alexander Khuon hat Nella Beljan ein Interview gegeben, das dabei entstandene Portrait entstammt einer Kollaboration von Freunde von Freunden (deutsch und englisch) und ZEIT.

Der 36-Jährige zählt nicht nur zu einer der großen deutschen Theaterfamilien (Vater Ulrich Khuon ist Intendant, Schwester Nora Dramaturgin), sondern er hat auch geschafft, was kaum einem Schauspieler gelingt: Er ist seit über zehn Jahren festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater – einem der renommiertesten Häuser der Welt.

In charmanten, humorvollen und auch einfühlsamen Worten beschreibt das junge Ausnahmetalent, das neben dem Schauspiel auch Drehbücher schreibt und Regie führt, seine Zusammenarbeit mit Theaterikonen wie Jürgen Gosch, Michael Thalheimer, Stephan Kimmig oder Stefan Pucher. Sterbenskrank war Gosch bereits, als er Idomeneus, Alexander liebste Produktion, inszeniert hat. Von ihm, so erzählt Alexander, stammt der Satz: “Ich habe nur das Recht, Theater zu machen oder Geschichten zu erzählen, wenn sich in mir über die Zeit, die ich auf der Welt bin, Leben abgelagert hat.”

Die Liebe zum Text ist der ganzen Familie Khuon immanent – und auch in Alexanders Wohnung nicht zu übersehen. Klar und aufgeräumt ist sie. Hier ist kein Teil zuviel, es fehlt aber auch an nichts, bis zur Zuckerdose ist alles da. An Übermaß nur die Flut an Texten – Skripte und Drehbücher, Romane, Gedichtbände, Aufführungsplakate, Einladungen.

Hinter die Kulissen des Deutschen Theater führte uns Alexander Khuon, lud uns zu den Proben und zur Aufführung von seinem Lieblingsstück Idomeneus ein, auch seine Wohnung und seinen Kiez in Kreuzberg durften wir besuchen. Voilá. Das Interview in voller Länge mitsamt den schönen Fotos von Mirjam Wählen.

 

Nella Beljan: Was war Deine erste Rolle?

Alexander Khuon: Das war „Der dicke fette Pfannekuchen” mit drei oder vier Jahren im Kindergarten. Ich durfte der Pfannkuchen sein. Ich hatte einen Hut auf mit einem Gummiband, das am Kopf total gezogen hat. Auf dem Hut war ein Brett mit einem aufgemalten Pfannkuchen befestigt. Der Pfannekuchen wollte nicht gegessen werden und ist durchs Dorf gelaufen. Ich weiß nicht mehr, wie es ausgegangen ist. Wahrscheinlich wurde er nicht gegessen. Oder vielleicht doch. (lacht)

War „Der dicke fette Pfannekuchen” Dein Erweckungserlebnis als Schauspieler?

Das war die erste Rolle, an die ich mich erinnere. Als Kind habe ich mich aber eigentlich gar nicht so gerne verkleidet. Ich habe jedoch immer Filme oder irgendwas anderes nacherzählt und früh Kurzgeschichten und längere Texte verfasst.

Als Du 21 warst, kam Dein erster Film „Paul” heraus, für welchen Du auch das Drehbuch geschrieben hast. Ging es Dir immer schon um das ganze Paket: Schreiben, Filmemachen, Schauspielerei?

Ja, von der Idee einer Geschichte und wie sie verlaufen könnte bis hin zu den Figuren – sie zu inszenieren und auch zu spielen – gehörte für mich schon immer alles dazu. „Paul” basiert auf einer Serie von Kurzgeschichten über ältere Männer, die von ihren Frauen verlassen werden. Sinnkrisen von 50- bis 60-Jährigen, die ich mit 18 geschrieben habe.

Deine Texte lernst Du in der Garderobe. Brauchst Du diese Umgebung?

Ja, in meiner Garderobe steht nichts herum, das mich ablenkt. Oft fahre ich von Zuhause dorthin, lege mich erst mal schlafen und fange dann direkt nach dem Aufwachen an, meinen Text zu lesen und mich auf die Rolle einzulassen.

Muss man sich als Schauspieler gut kennen, um intime Momente zu spielen?

Man muss sich interessanterweise untereinander als Schauspieler nicht gut kennen, um gut miteinander spielen zu können. Es gibt Kollegen, die sehe ich nur auf der Bühne und da werden Sachen verhandelt, die nicht auf großen Erfahrungen jenseits der Bühne fußen, sondern darauf, was man sich von der Geschichte der Figur – vor allem bei den Proben – gemeinsam miteinander erobert.

Mit Corinna Harfouch hatte ich auf der Bühne schon die größten Dramen: Mutter-Sohn-Beziehungen, Romanzen, aber auch Trennungen, Hass, alles – über private Dinge unterhalten wir uns jedoch nicht. Wir tauschen uns auf einer sehr feinen und nicht-kumpeligen Ebene aus. Wir haben eine Sensorik füreinander. Das ist für mich auch eine wichtige und besondere und tiefe Beziehung, nur eben ohne Faktenaustausch. Gespräche wie: ‘Wie geht es Dir? – Joa, ich wurde gerade aus meiner Wohnung geworfen’ finden bei uns nicht statt.

Du bist in der besonderen Position, schon so viele Jahre festes Mitglied im Ensemble des DT zu sein. Wie hast Du das geschafft?

Man darf nicht aufgeben! Man muss immer wieder anfangen, weitermachen. Das hat viel damit zu tun, dass ich es immer wieder wissen will. Dass ich immer wieder die konkrete Arbeit und die Herausforderung durch den Regisseur und durch die Zusammenarbeit suche. Darauf bin ich neugierig. Und ich verlasse mich nicht darauf, dass es einmal auf eine bestimmte Art mit Gosch, Thalheimer oder Pucher [die deutschen Regisseure Jürgen Gosch, Michael Thalheimer und Stefan Pucher, Anm. d. Red.] geklappt hat und dass es ab jetzt immer so läuft.

Liegt Deine ungewöhnlich oft verlängerte Anstellung am DT auch daran, dass du die Menschen, also auch die Regisseure, von dir überzeugen möchtest?

Ich möchte vor allem mich von mir überzeugen. Ich möchte immer wissen, ob da nicht noch etwas verborgen ist, das es zu ergründen gibt. Manchmal können das Konstellationen mit Kollegen sein, manchmal ist es ein Stocken, eine Rolle, oft ist es ein Regisseur.

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Wer zählt zu Deinen Lieblingsregisseuren?

Jürgen Gosch hat mich sehr herausgefordert. Oder auch [Dimiter] Gottschef. Mit Stephan Kimmig arbeite ich sehr gerne. Das sind schon wichtige Begegnungen gewesen. Aber man kann es nicht steuern, es passiert – manchmal ganz unvermutet. Manchmal denkt man: ‘Große Krise’ und auf einmal ist es eine Chance.

Hast Du ein Lieblingsstück?

Meine Lieblingsproduktion ist Idomeneus, die Jürgen Gosch inszeniert hat, als er bereits schwerkrank war. Er wurde auf einer Bahre zur Bühne getragen und hat von dort im Liegen gearbeitet. Gosch hat seine Schauspieler besonders herausgefordert und gefördert – gar nicht mal auf der persönlich-menschlichen, sondern auf der professionellen Ebene.

In einer Probe, bei der es hakte, machte er mal ganz ruhig – als sei es das Selbstverständlichste der Welt – den Vorschlag: “Dann zündet die Corinna [Harfouch] doch jetzt einfach mal an und guckt, was passiert!” Wir waren perplex. Als dann das Benzin fürs Feuerzeug da war, überlegte er es sich noch mal und meinte mit der gleichen Ruhe: “Na, vielleicht lassen wir das doch lieber.”

Was reizt Dich so an der Schauspielerei?

Jürgen Gosch hat einmal gesagt: ‘Ich habe nur das Recht, Theater zu machen oder Geschichten zu erzählen, wenn sich in mir über die Zeit, die ich auf der Welt bin, Leben abgelagert hat’. Wenn ich bereit bin, das zu zeigen und zu investieren und die eigene Biographie, das eigene Wesen in das Spiel einzubringen, dann spürt man das auf der Bühne. Das ist natürlich ein großer Vertrauensvorschuss. Das war auch so ein Credo von Gosch: ‘Liefere dich mehr aus. Geh näher ran!’. Das heißt nicht, andauernd die Hosen herunter zu lassen, sondern die Figur aufzuladen mit dem, was einem im Leben zur Verfügung steht. Wenn das zusammenkommt, ist es sehr wertvoll. Ein sehr spezieller, besonderer Moment.

Welche Projekte liegen Dir gerade besonders am Herzen?

Ich habe einen Kurzfilm aus einer Kurzgeschichte von Clemens Meyer gemacht, zusammen mit meiner Produzentin Corinna Mehner und Markus Golisano. Er heißt: “Der Dicke liebt”. Es geht um einen Lehrer, einen Pädophilen, der eine Schülerin liebt. Das Besondere daran ist, dass es zu keinem körperlichen Übergriff kommt.

Warum wolltest Du in Deinem Kurzfilm zum Thema Pädophilie arbeiten?

Über ein anderes Theaterprojekt, in dem wir Interviews zur Pädophile gelesen haben, bin ich dazu gekommen. Es lag aber auch daran, dass ich Clemens Meyer als Autor immer schon gut fand und gerne gelesen habe – und dessen Text “Der Dicke liebt” handelt eben von einem Pädophilen.

Manuskripte stapeln sich auf Nachttischen, Ablagen und Sideboards, Plakate zeugen von vergangenen Aufführungen. Am gedeckten Tisch fehlt es an nichts – weder am Milchkännchen, noch der Zuckerdose oder dem Tortenheber. Trotzdem merkt man der Wohnung eine Aufgeräumtheit an, die über bloße Sauberkeit hinausgeht: Hier findet sich keinerlei Krempel, nicht die leiseste Spur eines Sammlertums – außer der Flut an Texten.

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Alex geht zu seinem exzellent sortierten Bücherregal herüber. Er greift einen Band von Martin Walser heraus, der nicht zu seinen Lieblingsautoren gehört, aber der,so der Schauspieler, „oft gute Sätze hat. ‘Man muss spielen mit der Schwere und so tun, als sei es leicht’ zitiert er. Dann legt er Walser wieder weg und kramt John Williams’
Stoner hervor. Williams ist einer der großen amerikanischen Autoren. „Der ist eine Entdeckung für mich, auch wenn er kein Geheimtipp ist.” Daneben eine Kiste voller Gedichtbände: Celan, Mörike, Else-Lasker-Schüler, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, der ganze Kanon. Die Wohnung ist die eines Wortliebhabers.

Interessierst Du Dich auch für Einrichtung?

Ich weiß, wenn mir etwas sehr gut gefällt. Es gefällt mir aber nicht, wenn nur Möbel von Eames herumstehen und die Einrichtung komplett stimmig ist. Es darf ruhig auch mal knirschen. Ich habe mir vor ein paar Jahren ein altes Sofa gekauft und dafür etwas mehr Geld ausgegeben. Ein dänisches Vintage-Daybed auf einem Holzgestell. Aber so weit geht mein Interesse auch nicht, dass ich wüsste, von wem es ist. Es ist zwar schick, sitzt sich aber nicht so bequem darauf. Deshalb steht noch ein zweites größeres und bequemeres Sofa im Wohnzimmer.

Wie hast Du Deine Wohnung in Kreuzberg gefunden?

Über einen Makler. Meine damalige Freundin hat sie gefunden. Vor elf Jahren war der Gräfekiez schon schön, hatte aber noch nicht diesen Hype erfahren. Es war nur einer von vielen schönen Kiezen – die Leute sind damals eher in den Prenzlauer Berg gegangen.

Kommen wir auf Deine Familie zu sprechen. Du hast einen Text über deinen Vater verfasst, in dem Du schreibst, in deiner Kindheit seien die Stunden mit ihm rar gesät gewesen. Seht ihr euch heute mehr?

Als Kind habe ich diesen Mangel nicht so empfunden. Der Ort meines Vaters war immer schon das Theater und ist es bis heute geblieben. Seine Leidenschaft für die Bühne habe ich auch als Kind gespürt – und sie wurde in meinem Leben ebenso wichtig.

Deine Schwester, die Dramaturgin Nora Khuon, ist nur knapp zwei Jahre jünger. Fühlst Du Dich immer noch als großer Bruder?

Manchmal schon. Aber immer weniger – das verschwimmt ab einem gewissen Alter. Komischerweise habe ich mir nie Sorgen um sie gemacht. Sie war immer schon sehr entschieden und hatte einen starken Willen. Ich war eher der Ängstliche, tastend und vorsichtig. Sie war immer schon sehr unabhängig, ist mit 18 nach Berlin gezogen und mit 21 dann nach Hamburg ans Schauspielhaus gegangen. Sie hat schon wahnsinnig früh Verantwortung übernommen und übernehmen können. Insofern war ich nie der klassische große Bruder, der denkt: “Oh je, jetzt geht sie in die Disco.”

Warst Du ein guter Schüler?

Ich habe nie mehr als nötig gemacht und mich eher augenzwinkernd durchgewurschtelt. In Sport, Musik, Deutsch und Geschichte war ich gut. Aber in Mathe und Physik war ich schlecht, Biologie ging noch. Alle Naturwissenschaften: eher nicht so.

“Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?”

Die berühmte Gretchenfrage! (Lacht) Taufe, Messdiener – alles war dabei, einfach, weil es dazugehörte. Ich gehe mit meinem Vater auch einmal im Jahr für eine Woche ins Kloster. Aber nicht, weil ich supergläubig bin, sondern wegen der Themen. Es ist tatsächlich sehr philosophisch, was dort vor dem Hintergrund von Religion verhandelt wird.

Meine Schwester war kirchenpolitisch sehr kritisch. Als sie Mutter geworden ist, ist sie wieder in die Kirche eingetreten und hat ihr Kind taufen lassen. Das konnte ich gut nachvollziehen. Ich finde, jeder nach seiner Façon. Ich habe mal meinen Vater gefragt, ob er an Gott glaubt. Er hat gesagt: “Die Frage ist nicht, ob es einen Gott gibt, sondern ob du einen Gott brauchst.” Da war ich noch ein Kind. Aber das ist auch heute noch eine ganz gute Antwort.

A Brief History of Syria’s War and ISIS

If you ever wondered how it began and how it unfolded, the mess, the war happening in Syria: watch this 5-minute video.

(Video via Meggi)

Joann Sfar & Corita Kent

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Friends from the whole world,

thank you for the #prayforparis,

but we don’t need more

religion! Our faith goes

to music! Kisses! Life!

Champagne and joy!

#parisisaboutlife

(Quote by Joann Sfar via Rahel, Pic by Corita Kent via Kiki)

Erinnerung an Frankreich

“Du denk mit mir: der Himmel von Paris, die große Herbstzeitlose …”

(Paul Celan)

Joan Didion

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“You have to pick the places you don’t walk away from.”

Alex Cameron: Take Care of Business

Favourite Feed *2: Kayten Schmidt

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Beautiful inspiration by Kayten Schmidt. The artist and creative consultant is based in L.A. Read a brief interview with this lovely lady here.

(All pics by Kayten Schmidt’s IG Feed)

 

Your Reflection

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Fred Eaglesmith: Cigarette Machine

(Pic via aissoaisso)

Tracey Enim, Strangeland

Poetisch, fast hypnotisch, mitunter auch verspielt, weise und sehr traurig. Gleich die erste Seite ihres autobiographischen Erzählbandes zieht einen in Tracey Emins Bann. Trotz vieler Schrecklichkeiten, welche die britische Ausnahmekünstlerin in Rückblenden und Traumfetzen Revue passieren lässt, hört man nicht auf, dieses Buch zu lesen, ihr Witz, ihre übermutige, auch destruktive Verrücktheit, ihre Stimme lassen es nicht zu, ihrer Anziehungskraft kann man sich kaum entziehen. Dieses Buch ist Teil von Tracey Emins Kunst, die man vulgär, kitschig und exhibitionistisch nennen kann – oder man löst sich von voyeuristischen Fragen, was davon wahr oder authentisch oder zu viel sein könnte. Und dann ‘funktioniert’ Tracey Enim – sofort und unmittelbar.

Tracay Enim: Strangeland. Farkas Verlag 2. Auflage 2009.

(Pic by Tracey Emin)

Slightly Wrong

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 I never felt comfortable with the frigid and conservative idea of “good taste.” Slightly wrong, slightly off, is what I understand. The right “off,” the right “wrong.”

Pic and all quotes by Hedi Slimane

Jean Michel Basquiat: The Radiant Child

Jean-Michel Basquiat Documentary: The Radiant Child by Tamra Davis

“He was a poet, writer, painter – everything!”

“When he died, it was immediately clear which scenario had to serve to get him with explanations in the handle: too much in too short a time, an undisciplined lust for life. It is the nature of the media beast, to simplify the complex that it is disfigured beyond recognition. ” (Keith Haring, Remembering Basquiat)

„Als er starb, war mir sofort klar, welches Szenario herhalten musste, um ihn mit Erklärungen in den Griff zu bekommen: zu viel in zu kurzer Zeit, eine disziplinlose Gier nach Leben. Es ist das Wesen der Medienbestie, das Komplexe zu simplifizieren, dass es bis zur Unerkenntlichkeit entstellt wird.“ (Keith Haring, Basquiat erinnern)

Favourite Feed *1: Carla Camprubi

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Can’t get enough of that IG Feed! Beautiful collection of her own shots, personal pics and internet finds like old campaign photos and stuff. Love Carla Camprubis esthetic approach. She is an editor at awesome Metal Blog.

All pics via Carla Camprubis IG Feed.

Der Stille Sonntag *136

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Kikagaku Moyo: Kodama

(Music via Norman, Meggi & Kiki, Pic via Life on Sundays)

Petite Noir: Chess

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Petite Noir: Chess

Thrilling music from Petit Noir. The artist ist from South Africa and there is something dark, but still uplifting in his songs: ‘This is a subtile and gentle mix of Joy Division, Spirituals and some kind of bantu chorals’, popped into my head when I heard it for the first time, and yes, Rolling Stone agreed: “Post-punk / new wave with a hint of African”, but over all, this haunting voice.

Artwork by Ben Nicholson: Urbino (1965) via vjeranski

Chilly Gonzales, Chambers

Chilly Gonzales with the Strings Deluxe Quartet

Chilly Gonzales is on September 6th in Berlin.

Maryam Nassir Zadeh & Barbara Casasola

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Beirut: Goshen

Love at first sight: Maryam Nassir Zadeh Shoes & Barbara Casasola Dress.

Read more about Maryam Nassir Zadehs stunning store in my New York Diary / Guide.

Marsano x FvF Apartment: The New Lust for Flower Arranging

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At one time it was quite popular, yet it fell out of fashion in the wake of emancipation: the art of flower arranging. In New York and London the creative scene has discovered this craft for themselves and they’re almost gleefully breaking the rules of traditional florists.

In the Freunde von Freunden apartment Marsano, Berlin’s gorgeous flower and interior business and one of the pioneers of this approach in Germany, lead their first flower workshop, just in time for spring. Founders Andreas Namysl and Katrin Jahn along with their assistant Elena lead a small group of handpicked flower enthusiasts in the basics of tying a bunch – and what a wonderful bunch they were!

Anyone who wants to understand a culture should first look to the gardens. The finest specimens in antiquity flourished in arid regions – flower and plant diversity is a sign of wealth, but also decadence.

What works on a large scale can also be observed in micro. Balcony plants, bouquets and succulents beautify any home, regardless of the level of commitment or budget. Deciding factors are taste and skill. That’s why flower arrangements communicate something about the owner and their time.

“There are no ugly flowers, only ugly contexts,” says Andreas Namysl, co-founder of Marsano. In plain English: while in the past rows of small cacti peeking out from behind lace curtains were scorned as corny, today succulents and palm leaves have reached an almost iconographic status, in particular for fans of minimalism. Today you can find crop plants, wild flowers, berry and fruit plants in the range of open-minded florists.

The rigid rules of yore, where flowers were confined to specific occasions, declarations or seasons, are broken with floral arrangements of ivy, cornflowers, rosehips, peppers and pineapples. “Thick, fat, fully blooming parrot tulips combined with coral-hued peonies, dahlias, fragrant English garden roses and pink hydrangeas and germaniums too – that’s fantastic,” raved Marsano co-founder Annett Kuhlmann in a Freunde von Freunden interview about the boundaries broken by their craft.

A trend that doesn’t want to be a trend, spilling over from England and the US: The professional flourist’s creative awareness is changing. No longer seen as just a simple service, it’s been understood as artistic work for quite some time in other cities like London and New York. These protagonists ignore the rigid rules of their conservative colleagues and teachers with relish. For the last few years Marsano has attempted to pave the way for this imaginative, open and intoxicating flower trend.

What’s been taken for granted in other fields is slowly blazing a trail in flowers as well. The “don’t touch” and “no self service” signs have disappeared. Anyone really interested in flowers wants to enjoy and preserve their beauty – they don’t blindly pluck stems from their vases before placing them in a bouquet. As customers, we’ve long wanted to do more than just watch the florist as they stoically bind the bouquets of bright yellow hyacinths embellished with gypsophila and lace cuffs.

To take flowers into your own hands, placing them next to other flowers, to try out the effect, color, shape and form, to enjoy their texture and fragrance, to free them from leaves and thorns, to see how they fall when draped into a bouquet: All of this was, of course, a part of the flower workshop from Marsano which recently took place in the Freunde von Freunden Apartment.

Flowers and the art of arranging them or: the basics of bouquet binding, that was the call from the Marsano crew, that a handpicked number of Berliners couldn’t resist on a sunny Saturday afternoon. Once practiced by daughters of the so-called “high houses” it disappeared in the wake of emancipation, and was rediscovered again in a culture of knowledge transfer and do-it-yourself and justifiably started appreciating it again. Next to the women, men also took part, guided by Andreas Namysl who led the afternoon with his expert explanations and tips.

Although Marsano provided all 15 participants with the same flower selection, the resulting bouquets couldn’t have been more different. Architect Sigurd Larsenrevealed his confident handling of forms: a heavy element in an arrangement receives a counterpart on the other side, so that the arrangement doesn’t tip – both visually and literally. His bouquet was one of the first to be completed. Alexa von Heyden’s flowers seemed as open and attentive as the author and jewelry designer herself, the rosy garlic and poppies in her display came across as almost cheeky. Fashion designer Hien Le worked calmly with his flowers, binding them much tighter than other participants – giving his flowers a reduced look, perhaps to correspond to his own fashion designs.

The reason the invited Berlin creatives could be good friends with the flowers on offer is due to Marsano’s playful relationship to design.  Bouquet one consisted of garlic roses, poppies and tulips; bouquet two of birds of paradise, French tulips, cockscomb (baptized by the participants as brain flowers), branches (Monstera) and two palm leaves (Anturie). Colors, forms and materials carry the zeitgeist further: At the beginning of a season the team creates mood boards on which there are no flowers, rather motifs from fashion, art and design. With these images in mind they head to the flower market to buy the right pieces for the store. This includes seasonal and sustainable design.

Last but not least is the quiet happiness of creating something with your own hands and the overwhelming beauty of the flowers themselves, which contributed to the success of the seminar – before the end of the workshop a few images of the beautiful flower arrangements were already on Instagram. Anyone who wants to understand a culture must also look to their gardens, vases – and social media.

My text was published on FreundevonFreunden. You find the german version here.

Die deutsche Version des Textes findet ihr hier.

Text: Nella Beljan, Pics by FvF: Carina Adam & Carmen Reina

Andrea Ferrari

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Love the Moodboards on the Blog of New York based Online Fashion Store “La Garçonne”. Well, love the store, too – while my bank account does not …

Via La Garçonne / Blog

 

Lucky Number Slevin

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On Pic: Hand welded House Numbers via Anthropology