Returning

by Nella

George Harrison: Here comes the Sun

Harry Benson war ziemlich genervt, als er den Auftrag der Beatles bekam, sie auf ihrer Tour zu fotografieren. Eigentlich sah er sich als “seriösen Fotojournalisten”, und wollte nach Afrika, um den politischen Umbruch zu dokumentieren, statt eine Rockband zu begleiten. Aber “als ich die Beatles dann spielen hörte, am ersten Abend in Fontainebleau, (singt) “Close your eyes, and I’ll kiss you…“, da wusste ich: ‘Harry, Du hast Glück gehabt. Du bist am richtigen Ort.’ Sie waren fantastisch… Man konnte der Beatlemania beim Entstehen regelrecht zusehen, innerhalb von vielleicht gerade mal zehn Tagen. Bei ihrem ersten Gig in Paris waren die Beatles noch eine Band, mit der man halt die Halle füllt. Doch schon am dritten Tag musste die Polizei anrücken, weil die Straßen vor der Halle überfüllt waren “, gab Benson in einem Interview zu Protokoll. Viele seiner Bilder haben ikonographischen Status, nicht nur die von den Beatles, sondern auch von zahlreichen anderen Showgrößen wie die alte Greta Garbo 1967 in Antigua, die sich eigentlich nicht mehr fotografieren ließ, Judy Garland, Barbra Streisand, Marcello Mastroianni und so weiter und so fort. Den mehr als exzentrischen Schachweltmeister Bobby Fischer durfte er fotografieren, alle amerikanischen Präsidenten seit Eisenhower hatte er vor seiner Kamera, das Attentat auf Bobby Kennedy lichtete er ab, ein trauerndes Kind am offenen Sarg von Martin Luther King; das innige Foto von Bill Clinton und seiner Frau Hillary Rodham Clinton, kurz bevor sie sich küssen. Kein Wunder, dass der Präsident zu Protokoll gab, er habe keine “sexual relations with that woman [M.L.]” gehabt… Los, Harry Benson googlen und noch mehr fantastische Bilder entdecken!

Das Interview, das Harry Benson der ZEIT gab, hier. Ein paar weitere Fotos unten. Bitte sehr.