Der Stille Sonntag *46

by Nella

Björk: Virus

“I knock on your skin and I am in.”

Da bin ich wieder! Back in Tschörmenni. Mei, was freu ich mich! War zwar alles sehr aufregend und abwechslungsreich, aber irgendwann ruft das eigene Bett. Frau von Teese, der Anlass meines London-Ausflugs, war übrigens eine äußerst angenehme Gesprächspartnerin. Und in natura sieht sie tatsächlich 1a aus – und das nicht nur, weil sie so unglaublich freundlich wirkt. Eine Alabasterhaut, dabei ganz klein und zierlich (ich glaube, sie hätte auch in mein Handgepack gepasst). Und dass sie gelenkig ist, davon konnte ich mich am Vorabend des Gesprächs in ihrer Show überzeugen. Da plantschte sie in einem Cointreau Glas. Allein, wie die Dame grazil ihre Beine in die Luft streckte, in einer kleinen delikaten Geste den Schwamm darüber gleiten ließ und dann zum Abschluss minimal mit dem Fuß wackelte, hat mich sehr beeindruckt. Ich habe mir dann vorgenommen, das zuhause zu üben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die acht Minuten Nichtstun ebenso spannend hin bekomme. Egal.

Zur Musik: Björk hören. Das neue Album kann man als App kaufen. Superchefig! Visuelles und Akkustisches werden dort zusammen geführt, der User kann sogar mitwirken an der Gestaltung. Bei Crystalline ein Spiel spielen, in dem er durch einen Tunnel rast und Diamanten einsammelt. Oder den Mond zum Klingen bringen. Oder sich einfach zurücklehnen, und den fast sphärischen Klängen lauschen, die Björk einem beschert. Ein guter Stiller Sonntag.