Natural

by Nella

Mayer Hawthorne: Your easy lovin’ ain’t pleasin’ nothin’

Das stimmt, wenn es kalt ist, helfen warme Gedanken. Mindestens! Da kommt das Musikvideo oben gerade richtig. Wer hingegen seinen Gehirnschmalz aufstocken will, der schaut sich diese Seite an: You are not so smart. Ein Traum für alle Schlaubi Schlümpfe dieser Erde. Wenn man sich auf einmal in einer schlimmen Situation befindet, würde man alles Menschenmögliche tun, um da wieder heraus zu gelangen? (Faaaalsch!) Wenn einem nach Schreien, Pöbeln oder Weinen is – lass’et raus. (Auch falsch!) Du denkst, du kannst spitzenmäßig einschätzen, wie du dich fühlst und weißt auch genau, wieso? (Setzen, sechs!)

Diese und andere Annahmen hat David MacRaney auf seinem Blog widerlegt, in epischer Breite. Das Ganze ist deshalb auch als Buch erschienen. Und okay, warum man seine Gefühlswelt meist falsch einschätzt, auch wenn man denkt, man sei per du damit, möchte ich jetzt schon lüften: Menschen wollen sich ihre Reaktionen erklären und applizieren. Sie übertragen die Gefühle, die sie in einer bestimmten Situation haben, auf andere Personen und Ereignisse, die damit in Verbindung standen. Wenn man sich etwa verliebt, liegt das nicht nur an der Person. Das allerheißeste Geschoss kann einem seine Telefonnummer zustecken. Wenn das passiert, während man in einer brenzligen Situtation auf einer gefährlichen Hängebrücke steht,  ist die Wahscheinlichkeit doppelt so hoch, dass man sie tatsächlich anruft, als wenn sich die Szene auf einer harmlosen Brücke bei Weltfrieden ereignet hätte. Was sagt uns das? Ganz einfach. Herzschlag beschleunigen. Zu zweit!

David MacRaney: You are not so smart. Why you have too many friends on Facebook, why your memory is mostly fiction, and 46 other ways you’re deluding yourself. Gotham 2011 (16, 30 Euro).

(Pic via Alternativen, You are not so smart via Friedemann, Music via Sarah G.)