Was Fräuleins wollen

by Nella

Black Keys: Howlin’ for you

Das neue Fräulein Magazin ist draußen. An der Erstausgabe habe ich noch in der Entwicklungsredaktion mitgebastelt, mittlerweile erscheint das vierte Heft. Ich bin begeistert! Aktuelles Cover-Fräulein ist nun die amerikanische Künstlerin Miranda July, mein langersehntes Titelmädchen… Hendrik Lakeberg hat ein ganz tolles Interview mit ihr geführt. Einige der Fotos mag ich, andere wiederum sind nicht so meins, weil die elfenzarte Ms July merkwürdig harsch darauf wirkt. Aber die Notizen, die sie selbst unter die Bilder geschrieben hat, sind ziemlich witzig. Und ein ebenfalls tolles Interview gibt’s noch von Ruben Donsbach mit Romy Haag, die 1951 als Mann geboren wurde. David Bowie zog ihretwegen nach Berlin und als Ruben sie darauf und auf Charlotte Roche anspricht, kommt das Gespräch richtig in Fahrt… i like a lot. Daneben gibt es noch Spitzen-Modestrecken (Skinhead Style: “Wir wollen aussehen wie ein Ernstfall und nicht wie Softies, mit denen man das ganze Leben auf der Couch diskutiert”) und ein Protokoll der türkischen Schriftstellerin Perihan Magden: “Kopftücher stehen für Freiheit”.

Von mir sind ebenfalls zwei Texte dabei, einer über die Newcomerin Lana del Rey sowie eine Besprechung des Künstlers Raphael Danke (“Die Geister, die ich rief”). Weiter im Heft: Ein Portrait über Dillon, der Sängerin aus dem Post hier drunter. Nan Goldin erzählt, was sie mit ins Grab nehmen möchte und Leslie Feist hat ein selbstgemaltes Bild über das Thema Leidenschaft beigesteuert (“Mein Vater ist Maler und würde sich dafür schämen.”). Darüber hinaus viele Seiten zum Blättern mit Konsumanregungen (und die nicht zu knapp) sowie den gewohnt guten Illustrationen und Fotos.

Apropos gute Fotos. Das oben ist gleichzeitig das Cover von Werner Amanns: American. 1996-2002. Schöner Band, mehr darüber im Link hier.

(Pic by Werner Amann)