And I do

by Nella


Roxy Music: Lover

Bryan Ferry, der alte Schwerenöter. Für die einen Kunst, für die anderen oberflächlicher Modelhype und Möchtegernavantgarde, mit dem Weggang von Brian Eno aus der Band war diese sogar als Snobskram verschrien. Ferrys frühere Lebensgefährtin Jerry Hall zierte nicht nur das Roxy Music Cover von dem Album Siren, sondern nahm auch mit Herrn Ferry selbst vorlieb. Doch dann kam Mick Jagger, für den das damalige Supermodel Ferry den Laufpass gab. Ferry tröstete sich mit der Musik und anderen Frauen, mittlerweile ist er mit der Ex-Freundin seines Sohnes liiert. Spannende Geschichten, wenn man nicht selbst drin steckt, nicht?! Die Auftritte von Roxy Music sorgten für ziemlich viel Aufregung, die Kleidung, die Attitüde, die ganze Ästhetik der und um die Band waren verwirrend, neu nd anders, sorgten aber irgendwann für einen ziemlichen Hype. Dem Cover von Country Life, siehe hier, wurde Sexismus vorgeworfen, die “Verwendung des weiblichen Körpers als Ware”. Ich find’ ja, Roxy Music haben mehr als zwei Paar Foxy Argumente gehabt, aber eben auch die. Amen. Wobei die Dame rechts auf dem Plattencover doch auch ein bisschen aussieht wie ein Transvestit, also, wenn man mal dazu kommt, nach oben zu schauen. Aber ich will nicht so streng sein. Nein, ich muss mal streng mit mir werden. Denn: Muss nicht immer alles eine Soße sein, was die Optik betrifft, die darf auch gern aussehen wie zehn Transvestiten, die Dame.

P.S.: Wer hier die erste Version des Blog-Eintrags gelesen hat, den bitt’ ich um Verzeihung tun. Da stand ‘n bischen was Krudes. Das kommt davon, wenn man vorschreibt, nicht fertig wird, abspeichert und damit auf ‘Veröffentlichen’ drückt. Tssss. Nächstes Mal bin ich vorsichtiger, wenn ich auf so Bestätigen-Knöppkes klicke!

(Music via Milli)