Eindeutig

by Nella

Nika & Rory: I’m not going anywhere

Dark Pop wird gerade wieder Trend. Die Freunde von mir, die den Musikgeschmack für sich gebucht haben, stellen besorgt fest, dass Bands wie Zola Jesus und Salem enormen Zulauf haben. Dabei sind wir doch alle Individuen! Wenn gute Sachen erfolgreich sind, sollte man sich eher freuen. Also, pfui, jetzt seid nicht so. Aber bei Zola Jesus aka Nika Roza Danilova muss man sich ohnehin keine Sorgen machen, die hat überall ihre erfolgreichen Finger mit im Spiel. Deswegen ist sie auch mit Former Ghosts und Xiu Xiu und Salem und Warpaint verbandelt. Oben dann mit Rory.

Mit dem Video kann ich allerdings wenig anfangen. So viel Blutgeschlecke provoziert ja geradezu ein neckisches Bild. Ich weiß, ich bin ein bisschen albern. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich im Augenblick wie ein Rabauke durch die Gegend krakeele, kaum kommt mal einen Tag die Sonne hervor. Nika & Rory. Bisschen Gothic aber. Ah, so. Na, gut. Jeder Jeck is’ anders.

Will aber eben nicht jeder Jeck anders sein, damit wären wir wieder beim Bild oben. Apropos: Ich brauche ein neues Fahrrad. Und liebäugele mit einem gebrauchten, alten Rennrad. (Meine Freunde bekommen automatisch ein nervöses Zucken, wenn ich das erwähne. Dabei hatte ich nicht mal ‘ne Teilschuld bei meinen beiden Zusammenkünften mit wildfremden Kühlerhauben. Tsss.) Vielleicht kann ich auch nicht widerstehen, u-u-und, da fängt ‘se an zu stottern, leg noch so ‘ne Montur in rot-blau obendrauf. Mal sehen. Ich will aber auch nichts heraufbeschwören. Der Frühling kommt ja gerade erst. Aber das, das kann ich sagen, er kommt ganz bestimmt. Der Frühling jetzt. Falls ich jemanden mit meiner Albernheit infiziert haben sollte. Naja, und sonst blättere ich gleich mal ein bisschen im Grünen Heinrich (gähn!). Oder rezitiere Gryphius (genau!). Mist. Ich kann jetzt fühlen, wie meine Nase wächst. Ich gebs zu, ich schaue seit zwei Wochen zum Einschlafen immer noch ‘ne Runde Life of Brian. “Na, wenn das keine persönliche Frage ist!” Deshalb, weil ich es kaum erwarten kann, sag ich mal schnell: Gute Nacht. Moment. Imitation ist das beste Kompliment: “Das ist mein absolut letztes Wort. Und jetzt: Schiebt ab!”