Pure beauty
by Nella
Magnuses Bilder sind pure Poesie. Manchmal denke ich, die Menschen verschwinden fast in seinen Fotos, oder, nein, sie entgleiten. Das schwimmende Mädchen in dem Fluss, zum Beispiel, oder der doppelte Mann im Parka mit der Kapuze auf dem Kopf. Auch das Selbstporträt, Magnus in einem Stück Wald, er rennt raus aus dem Bild. Er trägt nichts außer sich in diesen Wald, aus dem Blickfeld oder mitten in dieses hinein. Nichts Entblößendes. Einfach, passend. Anderes Selbstporträt: M. blickt in die Kamera, halb verdeckt, viel Weiß. (Nicht-) Farbe und 1. Person Singular. Dann, der Wald am frühen Morgen. Die badenden Pferde … Das alles, das richtige Gefühl für den Augenblick. Ich, schaukelnd. Hinter mir, der Himmel & Abgrund, ich schreie fast vor Glück. Das sieht man auf dem Bild. Magnus Pettersson halt. “Lenz hatte Glück, er ging auf dem Kopf. Wer auf dem Kopf geht, meine Damen und Herren, wer auf dem Kopf geht, der hat den Himmel als Abgrund unter sich.” Der Himmel als Abgrund, die “Majestät des Absurden”, das ist bei Celan der Grund für die Dunkelheit der Dichtung und was Dichtung überhaupt erst ausmacht … Und oben auf dem Bild der wunderschöne See in Schweden. Hier verbringt Magnus seit 29 Jahren jeden Sommer, hat er mal gesagt. Bis auf diesen, da war er gerade nach Berlin gezogen. Gut für Berlin.
14. November 2008, doch alles Warten, alles Leuchten / zum Aug’ geh, zum feuchten. “Es gibt Menschen, die können nie nach Phantásien kommen und es gibt Menschen, die bleiben für immer dort. Und dann gibt es noch einige, die gehen nach Phantásien und gehen wieder zurück. So wie du. Und die machen beide Welten gesund.” (M. Ende)

Danke Nella! Du schreibst so schön!
My pleasure, very much indeed!